Die Schließung der Geschäfte wegen der Corona-Krise trifft v.a. den Einzelhandel besonders hart. Aber wir können gemeinsam etwas tun: Unterstützen wir Unternehmen aus der Region, damit nicht (wieder) die Online-Riesen als Gewinner übrig bleiben!

Made in dahoam © interact!multimedia

In der aktuellen Krise verlegen viele Konsumenten Ihre Einkäufe zunehmend in's Internet. Doch davon profitieren vor allem die riesigen Online-Konzerne wie Amazon, die ihre Gewinne steuerschonend verbuchen können (sofern sie überhaupt welche zahlen). Amazon & Co. zahlen kein einziges Spitalsbett und kein einziges Beatmungsgerät hier, es landen so gut wie keine Steuern bei uns in Österreich.

Das ist nicht nur hoch unfair gegenüber allen anderen Marktteilnehmern, es gefährdet - nicht erst jetzt in der Krise - die lokalen Volkswirtschaften, die zu einem überwiegenden Anteil aus kleinen Familienbetrieben, Klein- und Ein-Personen-Unternehmen bestehen und ihre Steuern und Abgaben trotz Umsatzeinbussen zu bezahlen haben.

Ist die Corona-Krise vielleicht sogar eine Chance?

Nicht nur, dass wir uns in Europa mit wichtigen Dingen nicht mehr selbst versorgen können (Stichworte: Medikamente, Schutzmasken oder Nahrungsmittel), durch unsere globalisierten Abhängigkeiten von Billiglohnländern geht sogar das Wissen um viele Produktionsweisen verloren. Welche Folgen diese Abhängigkeit hat, lernen wir gerade schmerzlich. Zunehmend mehr Menschen erkennen, dass es in der Wirtschaft so nicht weiter gehen kann und die Fokussierung nur auf Profit eine gefährliche Fehlentwicklung darstellt.

Beschämend eigentlich, dass wir das nicht bereits anhand der - trotz Coronakrise weitergehenden - Klimaerwärmung erkannt haben, sondern längst überfällige Maßnahmen erst jetzt gesetzt werden. Interessant ist allemal, was zuvor "undenkbar" war und plötzlich alles möglich wird, wenn es uns Menschen direkt im Alltag betrifft...

In Österreich regt sich Widerstand: nutzt regionale Angebote!

Dem Gedanken, dass die Corona-Bremse jetzt kleine UnternehmerInnen um ihre Existenz bringt, während die globalen Riesen weiterwachsen wollen zwei Online-Angebote etwas entgegensetzen: Seit wenigen Tagen sammeln sie Angebote des regionalen Onlinehandels.

Übrigens: Sie können (und sollen) auch Ihr Webangebot in die Listen eintragen!

Das soll kein "Gehts jetzt onlineshoppen!"-Aufruf sein, sondern ein "WENN ihr was braucht, schaut, dass ihr es bei einem Unternehmen aus Österreich kauft, bevor ihr auf Amazon schaut." Besinnen wir uns gemeinsam darauf, dass wir kleine UnternehmerInnen vor Ort unterstützen. Die Läden haben zwar gerade zu, aber es gibt viele, die online versenden oder Onlineangebote stellen können - und es werden immer mehr! Es gilt auch rein volkswirtschaftlich: Lassen wir das Geld im Land. #solidarität #gemeinsamschaffenwirdas

Bitte nutzen Sie diese Plattformen und sagen Sie es weiter: Denn so retten wir Arbeitsplätze und erhalten unsere Infrastruktur!

P.S.: Natürlich wäre jetzt auch ein guter Zeitpunkt, seinen eigenen Konsum und dessen Auswirkungen zu überdenken und vielleicht ein bissl zurückzuschrauben. Aber jetzt ist vor allem DER Zeitpunkt, sich mit den vielen EPUs und KMUs aus Österreich solidarisch zu zeigen. 

P.P.S.: Auch wir bei interact!multimedia fühlen uns durch die aktuelle Entwicklung in unserer langjährigen Philosophie "Made in dahoam!" bestätigt.